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Friedrich Gerstäcker: Die Goldsucher. Ein spannendes Abenteuerbuch nicht nur für Kinder und Jugendliche aus dem Laetitia VerlagFriedrich Gerstäcker


Die Goldsucher und andere Erzählungen


Leseprobe

Tom fühlte den Hohn in den Worten, wusste, dass es Lügen waren, und der kalte Angstschweiß trat ihm bei dem Bewusstsein der Gefahr, in der er sich jetzt befand, auf die Stirn. Er biss sich auf die Unterlippe und wandte sich, die Arme fest verschränkend, von dem Harpunier ab, dass dieser seine aufsteigende Bewegung nicht bemerken sollte. Nur eine Hoffnung, nur eine Aussicht zur Flucht blieb ihm noch. Wenn es ihm gelang, das eine noch unter den Kranen hängende Walfischboot leck zu machen, so dass sie ihm nicht mit dem folgen konnten, durfte er hoffen, mit dem Kanu zu entkommen. Die anderen beiden Boote hatten das Land schon erreicht, und kurze Zeit reichte hin, sie mit Holz zu füllen. Dann waren sie aber auch zu schwerfällig, um eine Jagd unternehmen zu können. Außerdem wusste er eine andere Einfahrt in die Riffe, die, in sich selbst geschlossen, aus dem dortigen Binnenwasser nicht einmal erreicht werden konnte.
   Hier galt es jetzt, das Äußerste zu wagen. Der Feind durfte jedoch keinen Verdacht fassen, Toms Plan wäre sonst gleich von vornherein vereitelt gewesen.
 

 

Zum Buch

Alle drei Erzählungen dieses Buches führen den Leser in ferne Länder und ferne Zeiten.
    Bei den Goldsuchern handelt es sich um zwei Abenteurer, wobei besonders der eine durch einen erhofften Fund des begehrten Metalls seiner prekären finanziellen Lage ein Ende machen möchte. Die beiden Kameraden nehmen im ecuadorianischen Urwald große Gefahren auf sich – ohne Er­folg. Sie müssen zum Schluss froh sein, ihr nacktes Leben retten zu können.
    In der Zeit der Besiedlung von Texas drang aus dem benachbarten Arkansas immer wieder räuberisches Diebesgesindel über die Grenze. Es fiel räubernd, plündernd und mordend über fried­liche Siedler her, die ihm oft hilflos ausgeliefert waren, da es in dieser Zeit in Texas noch keine größeren Städte und Ansiedlungen gab. In der vorliegenden Erzählung wird anschaulich und spannend geschildert, wie diese sogenannten Backwoodsmen, durch die Untaten der Banditen zum Äußersten getrieben, sich zusammentun, um ihre Existenz zu behaupten. Ohne staatliche Hilfe, allein auf sich gestellt, nehmen sie als „Moderatoren“ Recht und Gesetz tatkräftig selbst in die Hand.
    „Der Schiffszimmermann“ zählt zu den schönsten Erzählungen von F. Gerstäcker. Ein junger Schotte, der endlosen Plackerei auf einem Walfischfänger überdrüssig, desertiert von seinem Schiff. Er lässt sich auf einer paradiesischen Insel zwischen friedlichen Eingeborenen nieder und heiratet eine schöne Tochter des Landes. Der schlichte Schotte trauert der Zivilisation nicht nach und ist bei den Naturkindern ganz glücklich. Aber seine Vergangenheit holt ihn ein. Das Schiff, das eines Tages vor der Insel ankert, wird von demselben Kapitän befehligt, dem er im jugendlichen Leichtsinn entlief. Ahnungslos betritt er das Schiff, wird von dem Kapitän erkannt und festgehalten. Der Kampf des Schotten um sein verlorenes Paradies und wie es ihm gelingt, dorthin zurückzukehren, wird faszinierend und einfühlsam geschildert.
 

 

So urteilt die Presse:

Es ist nicht nur die feine Erzählkunst, die auf plumpe Action verzichtet, die aber dafür durch genaue Schilderung den Leser mitnimmt in ferne Gegenden, sondern auch genugtuende Gerechtigkeit. Damit sind solche Abenteuererzählungen auch den Jugendlichen von heute nach wie vor als beste Lektüre zu empfehlen.
Jugendschriftenausschuss Bayr. Lehrerverband
 
Als Schriftsteller schuf Gerstäcker nicht Karl Maysche Figurenschablonen wie den Edlen Wilden, sondern berichtete über Menschen aus Fleisch und Blut. Als in ethnologisch-historischen Kreisen be- und von der Allgemeinheit verkannter großer Reiseliterat ist Gerstäcker eine lohnenswerte Alt-Neuentdeckung.
Der Standard Wien
 
Auch heute kann man Gerstäckers anschaulich und mit großer Spannung geschriebenen Geschichten, wie diese Auswahl zeigt, immer noch mit großem Genuss lesen, zumal sie von einer tiefen Liebe zu den Menschen ohne Rücksicht auf Hautfarbe oder Rasse geprägt sind und keine eurozentrische Sicht demonstrieren.
Buchprofile


Zum Autor

Friedrich Gerstäcker kann unter den deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchautoren wohl als einmaliges Phänomen betrachtet werden. Er verbindet zwei meist gegensätzliche Eigenschaften, die des keine Gefahr fürchtenden Abenteurers mit der des einfühlsamen Künstlers.

In Hamburg 1816 geboren, ergriff ihn früh die Sehnsucht nach der Ferne. Angeregt durch Cooper, träumte er davon, nach Amerika auszuwandern. Kaum über zwanzig Jahre alt, segelte er als Zwischendeckpassagier nach New York. Sieben Jahre führte er in Louisiana, Mississippi, Texas und Arkansas ein abenteuerliches Leben, steuerte als Matrose Mississippidampfer, war Farmarbeiter, Holzfäller und Jäger. Aus den Erlebnissen dieser Zeit entstand die Erzählung „Die Moderatoren von Texas“.

In den Jahren 1849 bis 1852 unternahm Gerstäcker eine Weltreise, die ihn u. a. in die pazifische Inselwelt führte. Die Erzählung „Der Schiffszimmermann“ spiegelt nicht nur die romantische Welt der Südseeinseln wider, sondern auch das harte Leben auf einem Walfischfänger.

In den Jahren 1860/61 bereiste Gerstäcker die Staaten Südamerikas. Hier lernte er den Andenstaat Ecuador kennen, den er auf mehreren Fahrten durchstreifte. Die Titelgeschichte „Die Goldsucher“ vermittelt ein authentisches Bild dieses exotischen Landes in jener Zeit.

Gerstäckers schriftstellerisches Werk ist bei aller Realität von einer tiefen Humanität geprägt. Übersteigertes Nationalgefühl oder eurozentristische Sicht fehlen – im Gegensatz zu vielen zeitgenössischen Schriftstellern – völlig, und die frische Ursprünglichkeit seiner Erzählungen wird auch heute noch die jungen Leser faszinieren. Die Bearbeitung der Texte beschränkte sich daher auf eine vorsichtige Anpassung der Sprache, um die unverwechselbar zupackende Natürlichkeit zu erhalten.


Nicht nur für Kinder und Jugendliche ab 11 Jahre
- Geschenkausstattung -
Titelbild: Doris Eisenburger
ISBN 978-3-934824-21-8
268 Seiten – 14,90 €

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