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Marianne Haake: Ein Onkel in Australien. Ein Abentuerbuch für Kinder und Jugendliche aus dem Laetitia VerlagMarianne Haake


Ein Onkel in Australien


Leseprobe

Es war das Werk weniger Sekunden, dass er sich hinsetzte, die Tür aufstieß und sich hinausgleiten ließ. Mit dem Fuß schob er sie so weit wie möglich wieder zu. Der Regen war sein Verbündeter. Wie eine weiße Wand fiel er mit lautem Rauschen herab, Bewegungen und Geräusche verschluckend. Kein angenehmer Verbündeter aber war der Regen, denn Ulrich war sofort bis auf die Haut durchnässt. Da er in unmittelbarer Nähe nicht wagte sich aufzurichten, robbte er, so schnell er konnte, durch Schlamm und nasses Gras, jeden Moment darauf gefasst, dass die Kerle seine Flucht bemerkten. Doch das Wunder geschah, kein Wutgeschrei, keine grobe Hand, die nach ihm griff. – Er war nun so weit vom Auto querfeldein gerobbt, dass er es wagte aufzustehen. Wie gejagt lief er aufs Geratewohl davon. Sein Knie schmerzte noch immer, aber längst nicht mehr so, wie er dem Kerl vorgespielt hatte. – Plötzlich stutzte er, blieb stehen und lauschte. Ja, ganz deutlich hörte er Motorengeräusch. Fuhren die Kerle ohne ihn davon? Sicher glaubten sie, dass er noch immer auf dem Rücksitz lag. Sein Trick war also gelungen? Doch er konnte sich kaum darüber freuen, die Wahrscheinlichkeit, dass sie sein Verschwinden sehr bald bemerkten, war zu groß. Nun erst, der ganz unmittelbaren Gefahr entronnen, wurde ihm eine andere mit Schrecken bewusst. Was nutzte es, wenn er seinen Entführern entwischte, sich aber dafür in dieser Einöde hoffnungslos verirrte! In Panik war er von der Straße fortgelaufen. Nun aber kehrte er um. Sie war die einzige Sicherheit, den Weg zur Farm zurückzufinden.
    Wieder blieb er stehen. Jetzt hörte er deutlich durch das Rauschen des Regens wütende Männerstimmen. Sicher hatte er sich nicht geirrt und sie waren schon zurückgekommen. Ohne zu überlegen, drang er in einen Busch, der gerade in der Nähe stand. Harte, scharfkantige Blätter verkratzten ihm Arme und Beine. In seiner Angst beachtete er es nicht. Sein Herz klopfte bis zum Hals, als er durch die Zweige spähte. Die Stimmen kamen näher!
    Ulrichs Hoffnung sank. Der Regen, sein Verbündeter, ließ ihn gerade jetzt im Stich, denn er hörte nun so plötzlich auf, wie er begonnen hatte. Aus der Ferne klang nur noch Donnergrollen. Er wagte nicht, sich zu rühren.
 
 

Zum Buch

Ulrich soll eine hartnäckige Erkältung im milden Klima Australiens auskurieren. Darum wird er zu einem Onkel geschickt, der dort eine Opalmine betreibt.
    Schon bei der Ankunft ist alles anders als erwar­tet. Niemand holt Ulrich vom Flughafen ab. Er merkt schon in der ersten Nacht auf der Farm, dass dort Dinge vorgehen, die ihm verheimlicht werden sollen. Hörte er tatsächlich einen Schrei, oder war es nur im Traum? Warum befällt ihn in der Gegenwart des Onkels, an den er von früher her nur eine schwache Erinnerung hat, oft eine unerklärliche Angst?
    Er ist froh, als er durch Zufall einen neuen Freund findet, der bereit ist, mit ihm dem unheimlichen Treiben auf die Spur zu kommen. Eine versuchte Entführung, die nur durch Ulrichs Geistesgegenwart misslingt, zeigt den Jungen, wie ernst die Lage ist. Ein erster Plan, den Dingen auf den Grund zu kommen, misslingt und hätte ein gefährliches Ende nehmen können. Da rät Roger, Ulrichs neuer Freund, die Polizei hin­einzuziehen. Aber Ulrich will aus guten Gründen, wie er meint, davon nichts wissen. So tüfteln die Jungen einen neuen raffinierten Plan aus, durch den es ihnen endlich gelingt, verwickelte und tragische Geschehnisse aufzudecken und zu einem guten Ende zu führen.
    Die fremdartige Natur Australiens bildet unaufdringlich, aber doch stimmungsvoll den Hintergrund für diese von der ersten bis letzten Seite spannenden Erzählung.
  

So urteilt die Presse:

Ein Abenteuerroman, wie ihn große Lausbuben mögen: Aufregend, aber nicht brutal, vertrackt in der Handlung, aber doch logisch, klar, in einfacher Sprache geschrieben.
Kurier/Wien
 
„Ein Onkel in Australien ist ein spannendes Kinder- und Jugendbuch, das ohne den steten Griff in die Hexen-, Geister- und Fantasiekiste auskommt, wie derzeit Mode.
Badische Neueste Nachrichten
 
Eindrucksvolle Landschafts- und Milenbilder durchziehen die Handlung, die immer neue Turbulenzen bereithält.
Darmstädter Echo
 
Es muss nicht immer Potter sein. Die Geschichte von Ulrich liest sich äußerst spannend, bietet darüber hinaus einen wunderbar erzählten und offensichtlich solide recherchierten sozialen und kulturellen Hintergrund über Australien. Nicht nur für Kinder ab 10 Jahren.
Bonner General-Anzeiger
 
Wer einmal mit dem Lesen angefangen hat, möchte nicht mehr aufhören.
Rhein-Neckar-Zeitung
 
Zwar erzählt Marianne Haake dieses spannende Abenteuer von zwei Jungen. Aber es ist auch ein Mädchenbuch. Es handelt von Freundschaft und davon, dass Kinder oft klüger sind und mehr können, als Erwachsene ihnen zutrauen.
Nina Pilz (9 Jahre), Berliner Morgenpost

 
Zur Autorin

Marianne Haake, geboren in Berlin, studierte Grafik und Innendekoration. Sie verbrachte viele Jahre im Ausland (Afrika, Australien, Neuseeland). Sie begann mit Erzählungen für Erwachsene, bevor sie sich der Kinderliteratur widmete.
 

Für Kinder und Jugendliche ab 9 Jahre
Originalausgabe: Halbleinen, Umschlagbild in Vierfarb-Offsetdruck
Titelbild: Doris Eisenburger
ISBN 978-3-934824-05-8
237 Seiten – 14,90 €

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