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Wolfgang Bittner: Narrengold aus dem Laetitia VerlagWolfgang Bittner


Narrengold


Leseprobe

Draußen war es schon dunkel. Als er über den hölzernen Gehsteig zur Straße ging, hörte Steve, dass ihm jemand folgte. Er blickte sich um und erkannte in dem Licht, das die Neonreklame verbreitete, die beiden Männer von der Theke. Zugleich hörte er eine Autotür zufallen und bemerkte zwei weitere Männer, die eilig über die Straße auf ihn zukamen. Sie hielten so etwas wie Knüppel in den Händen. Schlagartig wurde ihm bewusst, dass man auf ihn gewartet hatte.
 
Ihm blieb nur eine Möglichkeit. Er sprang mit einem Satz zwischen die Autos und von dort dem Seeufer zu. Ein kurzer Blick überzeugte ihn davon, dass er verfolgt wurde. Dort lag die »Tarahne«, dahinter schob sich der Anleger in das Wasser hinaus. Wohin? Einen Moment war er sich unschlüssig und das hatte genügt, ihm sowohl den Weg zur Stadt als auch am Ufer entlang abzuschneiden. Er konnte nur noch auf den Anleger ausweichen und versuchen mit einem der Boote zu entkommen. In langen Sprüngen hetzte er weiter.

Doch seine Verfolger blieben ihm dicht auf den Fersen. Sollte er sich ihnen stellen? Es war aussichtslos. Ihm blieb auch keine Zeit mehr, ein Boot zu nehmen, er musste springen. Und schon schlug das Wasser über ihm zusammen. Er merkte nicht einmal, wie kalt es war.

Zuerst wollte er am Ufer entlangschwimmen, um in der Nähe seines Zelts wieder an Land zu gehen. Dann hörte er durch die Stille der Nacht, dass seine Verfolger noch immer nicht aufgaben. Sie schoben zwei Kanus ins Wasser, die am Ufer gelegen hatten, und begannen den See zu beiden Seiten des Anlegers abzusuchen.
 
Was sollte er tun? Lange würde er in diesem eiskalten Wasser nicht aushalten können, das ihm schon jetzt den Atem nahm. Dennoch schwamm er weiter auf den See hinaus, denn das eine Boot war ihm bedrohlich nahe gekommen. Vorsichtig, so geräuschlos wie möglich, entfernte er sich immer mehr vom Ufer. Als er sich nun dem See zuwandte, bemerkte er in der sternklaren Nacht die dunklen Bäume der kleinen Insel. Wie weit mochte es bis dorthin sein? Zweihundert Meter? Dreihundert? Er musste es versuchen. »Ich kann es gerade noch schaffen«, dachte er und schwamm mit gleichmäßigen Zügen durch die Dunkelheit darauf zu.

 

Zum Buch

Auf der Suche nach Arbeit fährt Steve per Anhalter in den hohen Norden Kanadas. Er findet sie – als Truckfahrer in einer Goldmine. Schnell lebt er sich in die Gemeinschaft der Minenarbeiter ein, beobachtet  jedoch, dass der Leiter der Mine, ein gewisser Donnessy, sich heimlich während der Nacht im Labor für die Goldreinigung zu schaffen macht.

Wo sie ihn nie vermutet hätten, überraschen Steve und ein Arbeitskamerad diesen Donnessy in der Stadt Dawson beim Besuch einer Bank. Es verdichtet sich die Vermutung, dass Donnessy ein Betrüger ist, der den Goldverkauf an den Eigentümern vorbei in die eigene Tasche fließen lässt.

Steve gerät in akute Lebensgefahr und muss fliehen. Er versteckt sich bei einer Indianerfamilie, die fast autonom in der Natur lebt. Dort lernt er die überlieferten Geschichten von der Entstehung der Menschen, dem Leben der Indianer und von der Goldsuche kennen und die Situation der Indianer immer mehr begreifen.
 
Die dramatische Abenteuererzählung entwickelt sich vor der meisterhaft gezeichneten Kulisse der kanadischen Wildnis. Ein Buch über  Menschen, die sich von Gold und Geld zu Narren machen lassen und von anderen, die ihre Menschlichkeit bewahren können.
 

 

So urteilt die Presse:

Aus Erzählungen, Berichten und der Handlung des Romans ergibt sich ein vielfältiges Bild historischer, sozialer und psychischer Vorgänge.
Magdeburger Volksstimmung

Abenteuer, Aufforderung zum Nachdenken, Sehnsucht nach fernem Lande. Wolfgang Bittners Mixtur ist gut gelungen.
Neue Westphälische

Wolfgang Bittner ist kein romantischer Träumer mit rückwärts gerichteten Wunschbildern. Die Suche nach Gold wird mit der Suche nach Sinn konfrontiert. Ein poetisches Buch, das viele Fragen aufwirft, über  die nachzudenken es lohnt.
Bulletin Jugend + Literatur


Zum Autor

Wolfgang Bittner wurde 1941 in Gleiwitz geboren. Obwohl promovierter Jurist, wagte er sehr schnell den Schritt zum freien Schriftsteller. Das Spektrum seines schriftstellerischen Interesses ist sehr groß. Er hat mehr als 50 Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene geschrieben, ist Mitglied im PEN und erhielt zahlreiche Literaturpreise. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt.


Für Jugendliche ab 12 Jahre
Geschenkausgabe:
Halbleinen, Mattfolienkaschierung
Titelbild: Doris Eisenburger
ISBN 978-3-934824-23-2
192 Seiten – 14,50 €

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